Philosophie | Wozu Architektur?In meiner Suche nach Lösungen für die Zukunft bin ich mir der vielen Kulturen der Vergangenheit bewusst, der atemberaubenden Tempel und Kathedralen ebenso wie unbedeutender aber nichts desto weniger bezaubernder Gebäude, großartiger Stadtanlagen, bizarrer Dörfer, sanfter Weingärten, strenger Parkanlagen. Ein Bauwerk entsteht wohl immer aus einem ganz bestimmten Bedürfnis heraus: ein Büro- oder Wohnhaus, eine Schule, eine Sportanlage, ein Flugplatz. Die Architektur verwandelt es zur Inszenierung jener komplexen Bühne die jedem Einzelnen das Spiel seiner Lebensrolle, seinen Lebensstil, ermöglicht. Ein Grund für die intensive Einbindung des Auftraggebers in den Entwurfsprozess. |
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Vor diesem schillernden Hintergrund des Lebens gibt es eine Konstante: das Klima und den Ort. Es macht einen Unterschied, in den Tropen oder der heiß-trockenen Wüste zu bauen, im kalten oder im gemäßigten Klima, mit seinen ausgeprägten Jahreszeiten und unterschiedlichen Sonnenstandswinkeln. Das Klima liefert den Grundton der Antworten. Architektur richtet sich zuerst an die Sinne, den Körper und muss erfahren werden. Architektur sollte etwas von der Art der Wolken haben: Ihre von Minute zu Minute wechselnden Formen folgen einer Dramaturgie aerodynamischer Kräfte und formender Luftströme – in stetig wunderbarer Schönheit. |
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